Gor’dea ist der dritte Planet in einem fernen Sonnensystem, das zu unserem erstaunliche Parallelen aufweist. Der zentrale Stern Merro ist wie die Sonne ein weißer Zwerg. Gor’dea ähnelt der Erde, die Oberfläche ist zu mehr als zwei Dritteln mit Wasser bedeckt. Allerdings ist der Planet deutlich kleiner, sein Durchmesser beträgt etwa 5900 Kilometer.

Die beiden Nachbarplaneten sind weitaus größer und deshalb am Nachthimmel mit freiem Auge gut sichtbar. Näher zur Sonne befindet sich Gundome, was so viel wie Wächter bedeutet. Der Zweite reflektiert ein grünlich schimmerndes Licht, weshalb ihm die Einwohner Gor’deas den Namen Temiur gegeben haben, was übersetzt ‚der Grüne‘ heißt.

Besondere Charakteristika von Gor’dea sind Größe und Farbe seines Mondes. Mit einem Durchmesser von 2200 Kilometer ist Dea nahezu halb so groß wie der Planet, umkreist ihn außerdem in einer derart geringen Entfernung, dass die rötlich glitzernden Strukturen auf der Oberfläche des Trabanten in der Nacht deutlich zu erkennen sind. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Bewohner Gor’deas ihren Mond mit großer Ehrfurcht betrachten. Die geistigen Führer der Stämme sehen in Dea die Quelle des Lebens und der magischen Kräfte.

Wie auf der Erde wird eine Drehung des Planeten um die eigene Achse als Tag oder Dut bezeichnet. Eine volle Umkreisung von Merro heißt Vuhem, was einem Jahr entspricht. Gor’dea braucht dafür annähernd 256 Tage, 64 Tage entsprechen einem Punub oder Quartal, was einer irdischen Jahreszeit gleichkommt. Ein weiteres Viertel davon ist eine volle Mondphase, die auf Gor’dea somit 16 Tage in Anspruch nimmt. Da sich der Planet langsamer um die eigene Achse dreht als die Erde, dauert ein Tag vergleichsweise länger, wodurch ein Jahr in beiden Welten für nahezu dieselbe Zeitspanne steht.

Wie auf der Erde gibt es Tag und Nacht, in der Sprache der Erdlinge Dut und Rund. Allerdings ist es in Zeiten, wo Dea während der Nachtstunden sichtbar ist, durch das reflektierte Sonnenlicht deutlich heller als bei uns. Herrscht Ceblea oder Vollmond, leuchtet der Mond in einem derart kraftvollen Rotgold, dass viele Völker Gor’deas in diesen Nächten religiöse Riten abhalten. Auf der anderen Seite werden Neumondnächte als bedrohlich, sogar unheilig empfunden.