Zeitschiene bis etwa 1000 Jahre vor der Zeitenwende

Rund 8000 Jahre vor der Zeitenwende:

Durch eine kosmische Katastrophe ungeheuren Ausmaßes wird nahezu alles Leben auf Gor’dea vernichtet. Von der ursprünglichen Bevölkerung überleben nur wenige in den entlegensten Gebieten. Sie werden zu den Ahnen der vier Elementarvölker. Auch die Tier- und Pflanzenwelt erfährt drastische Änderungen, einige Arten mutieren zu abnormen Monstrositäten.

Rund 3000 – 2000 Jahre vor der Zeitenwende:

Die Jahrtausende haben die vier neuen Elementarrassen geformt, sie haben im Aussehen und bei der magischen Ausrichtung jenen Status erreicht, der sie später kennzeichnet.

Anfänglich weit verstreute Familien haben sich zu Clans zusammengeschlossen, die unter einer eigenen Führung stehen. Sie haben voneinander getrennte Siedlungsgebiete, sind zu diesem Zeitpunkt autark und rivalisieren untereinander. Über die anderen Elementarrassen wissen die Stämme noch nicht Bescheid.

Neben den weltlichen Befehlshabern, welche im Kampf die Leitung innehaben, etablieren sich bei allen Völkern geistige Führer. Diese kümmern sich um das Seelenheil ihrer Gemeinschaft und sind für die Zeremonien zu Ehren von Dea verantwortlich.

Von der Entwicklung sind die Clans dieser Zeit etwa mit den Stämmen unserer Vorzeit zu vergleichen, den Kelten, Germanen oder Assyrern. Sie sind bis auf wenige Ausnahmen sesshaft, errichten Häuser und Siedlungen, betreiben Landwirtschaft, Ackerbau und Viehwirtschaft. Neben den Bauern gibt es Handwerker, wobei der gesamte Handel in der Vorzeit auf gegenseitigen Tauschgeschäften beruht. Erste öffentliche Schulsysteme werden eingerichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt die gesamte Erziehung und Ausbildung im Familienverband beziehungsweise im Clan. Allerdings gibt es hier unterschiedliche Ausprägungen zwischen den Rassen.

Rund 1900 Jahre vor der Zeitenwende:

Die Feurigen beginnen zu expandieren und stoßen dabei auf eine ganze Reihe potenzieller Feinde. Sie gründen Kampfschulen, vor allem um die Fähigkeiten im Schwertkampf zu verbessern und den Einsatz des Feuers im Kampf zu perfektionieren. Um diese Zeit gelingt es ihnen, Obsidian zu bearbeiten und für die Herstellung scharfer Klingen und Pfeilspitzen zu verwenden. Die Qualität ihrer Rüstungen wird laufend verbessert, wichtige Teile werden durch Leder verstärkt.

Rund 1800 Jahre vor der Zeitenwende:

Erste Auseinandersetzungen der Erdlinge mit einem monströsen Käfervolk aus dem Süden, den Juwoem. Diese werden unter großen Opfern zurückgeschlagen, wobei einige Stämme in den Kämpfen nahezu ausgelöscht werden. Zum Schutz gegen künftige Invasionen errichten die Olbuno an strategisch wichtigen Punkten Befestigungsanlagen. Das an sich eher friedliche Volk verstärkt seine kämpferische Seite und begibt sich auf die Suche nach möglichen Verbündeten.

Rund 1700 – 1600 Jahre vor der Zeitenwende:

Das Klauenvolk, das von den Gymgomor Arnomor genannt wird, dringt von Osten her nach Home’gor vor. Die monströsen Insektoiden errichten dort Stützpunkte, und bald kommt es zu ersten Begegnungen mit dem Luft- beziehungsweise Wasservolk. Diese beiden Rassen treffen in den Kämpfen aufeinander und schließen kurze Zeit später eine Allianz. Durch gemeinsame Anstrengung gelingt es ihnen, die Truppen der Invasoren zurückzudrängen, ein Versuch, den größten Außenposten der Arnomor zu zerstören, scheitert jedoch.

Rund 1500 Jahre vor der Zeitenwende:

Neuerlicher Vorstoß der Juwoem aus dem Süden, die mit einer großen Armee über die Olbuno herfallen. Gleichzeitig stoßen Kundschafter der Erdlinge auf die Truppen der Feurigen und sind von deren Kampfstärke beeindruckt. In ihrer Bedrängnis ersuchen die Olbuno die Vineuto um Hilfe, die ihnen auch gewährt wird. Im Gegenzug müssen sich die Erdlinge zu Tributzahlungen in Form von Agrarprodukten und Sklaven verpflichten.

Den vereinten Streitkräften von Erdlingen und Feurigen gelingt es, ein großes Heer der Juwoem in einen Hinterhalt zu locken und vernichtend zu schlagen. Dennoch bleibt die Bedrohung durch die Käferhorden im Süden des Kontinents in den nächsten Jahrhunderten aufrecht. Durch die anhaltenden Kämpfe sind die Elementarrassen gezwungen, die Qualität ihrer Rüstungen und Waffen ständig zu verbessern. Mittlerweile gibt es bei praktisch allen Stämmen Kampfausbildung sowie eine gezielte Schulung der magischen Fähigkeiten.

Erste Kreuzungen zwischen Erd- und Feuervolk sowie zwischen Luft- und Wasservolk werden geboren. Die Mischlinge haben neue Fähigkeiten, doch sie werden von den Reinrassigen aufgrund ihrer Andersartigkeit gemieden.

Rund 1400 – 1100 Jahre vor der Zeitenwende:

Die vier großen Völker Home’gors erleben eine erste Blütezeit. Sie entwickeln sich in Wissenschaft, Technik und Kultur mit beachtlicher Geschwindigkeit. Großangelegte Städte entstehen, deren Charakter und Bauweise von Rasse zu Rasse grundlegend verschieden sind.

Die Allianzen zwischen Erd- und Feuervolk beziehungsweise Luft- und Wasservolk tragen Früchte, indem Waren und Wissen in einem regen Handelsverkehr ausgetauscht werden. Erste Straßen werden angelegt und entlang der wichtigsten Routen entstehen befestigte Siedlungen. Trotz der ständigen Kämpfe und der damit verbundenen Opfer in den Auseinandersetzungen mit den Arnomor und Juwoem verdreifacht sich die Bevölkerung. Alle vier Rassen expandieren und erweitern ihr Siedlungsgebiet. Sie drängen andere Bewohner des Landes zurück oder nehmen sie in die Allianzen auf. Viele neue Stützpunkte werden gegründet.

In diesen Zeitraum fallen außerdem erste Kontakte zwischen dem Luftvolk und den Feurigen sowie zwischen Erdlingen und den Wasserwesen. Ihre Begegnungen sind anfangs flüchtig, da keine Seite einen Anlass für nähere Kontakte sieht. Späher beider Fraktionen entdecken in einem abgelegenen Seitental des Tozeo’wemer, was sich mit Frostgebirge übersetzen lässt, eine außergewöhnliche neue Sippe. In ihren Reihen befindet sich ein Clan von überaus weisen Uralten, die sich selbst als Nohoem oder blinde Seher bezeichnen und vehement den Zusammenschluss der Völker einfordern. An ihrer Spitze steht der Gemewod, ein Prophet, der andernfalls den Untergang der Elementarrassen vorhersagt.

Die monströsen Insekten und Käfer sind zu einer allgegenwärtigen Bedrohung geworden. Ständig werden Scharmützel mit unterschiedlichem Erfolg ausgetragen, wobei keine Seite einen durchschlagenden Sieg erringt.

Rund 1000 Jahre vor der Zeitenwende:

Das Klauenvolk startet einen umfangreichen Feldzug gegen Home’gor. Riesige Schwärme sammeln sich an der östlichen Küste und drängen die Allianz aus Luft- und Wasservolk zurück. Da es im Osten des Kontinents keine natürliche Barriere gibt, stoßen die Armeen der Insekten bis ins Zentrum Home’gors vor und treiben einen Keil zwischen die Truppen der Pymket und Gymgomor. Die Insektoiden errichten in den südlichen Ausläufern des Tozeo’wemer eine Reihe stark befestigter Stützpunkte und ziehen von dort mit geballter Macht in den Norden. Ihr Ziel ist die Unterwerfung des Luftvolks und die Verschleppung ihrer Frauen, an denen die führende Schicht der Insektoiden ein abartiges Interesse zeigt.

Obwohl die Gymgomor ihren Verbündeten mit einer großen Armee zu Hilfe eilen und den Vorstoß der Arnomor behindern, werden die Pymket bis in ihre ursprünglichsten Siedlungsgebiete auf den Klippen des Tozeo’gahybor, dem Gebirge des heulenden Windes, zurückgedrängt. Sie erleiden schreckliche Verluste bei der Verteidigung ihrer Heimat.

Die Rettung erfolgt in letzter Sekunde. Ein großes Heer der Feurigen und Erdlinge zieht heran, weil es den blinden Sehern gelungen ist, deren Anführer vom Ernst der Lage sowie von der Bedrohung zu überzeugen, die davon für alle Rassen ausgeht.

Im Jahr 977 vor der Zeitenwende:

Erstmals in der Geschichte Home’gors kämpfen alle vier Rassen zusammen in einer Schlacht gegen die Arnomor. Deren Armeen werden in einem Tal des Tozeo’gahybor eingekesselt und aufgerieben. Anschließend nimmt die Allianz die meisten Stützpunkte der Insektoiden ein und zerstört sie.