„Pymket sind feinsinnige Wesen, eng verbunden mit dem Odem der Luft. Ihre zartgliedrigen Hände eignen sich weniger zum Kampf als zum Erschaffen beeindruckender Kunstwerke. Mann und Weib ehren einander in einem lebenslangen Bund, ergeben in Liebe und Treue.“ Aus dem „Buch der Völker“ des blinden Sehers Emanul, 148 Jahre vor der Zeitenwende

Die Bimced, die in ihrer eigenen Sprache Pymket heißen, fühlen sich auf den hohen Bäumen und Klippen im Nordosten Home’gors am wohlsten. Dort haben sie die globale Katastrophe überlebt, erfüllt von der Kraft des tosenden Sturms. Dieser außergewöhnliche Odem der Luft verleiht ihnen lang anhaltende Jugend und Schönheit und eine deutlich verlängerte Lebensspanne, die bis zu 120 Sonnenjahren andauern kann. Dafür wirken sie fragil und sind im Nahkampf verletzlicher als die anderen Rassen Gor’deas.

Aussehen

Die Pymket sind die zierlichste Elementarrasse in Home’Gor – die Männer messen im Durchschnitt zwischen 1,55 und 1,70 Meter, ihre weiblichen Gegenstücke sind 15 – 20 cm kleiner. Ihre Gestalt ist extrem schlank bis hager. Die Frauen sind zartgliedrig und weisen nur leichte Rundungen auf, ihre Hüften sind schmal, die Brüste klein und spitz. Die Männer sind etwas kräftiger, trainierte Kämpfer können sogar athletisch sein, wenngleich noch immer schlank. Die Hautfarbe der Bimced ist sehr hell, weswegen sie direktes Sonnenlicht meiden.

Männer wie Frauen tragen die Haare auffallend lang, oft in kunstvollen Flechten und Zöpfen bis hinab zu den Hüften. Die Haarfarbe ist silberweiß bis hellblond, in Ausnahmefällen eine Schattierung dunkler. Die Angehörigen des Luftvolks haben kindlich wirkende, ausgesprochen hübsche Gesichter. Der Blick der eher kleinen, tief liegenden Augen wirkt des Öfteren verschleiert, die Farbe der Pupillen reicht von einem hellen Türkis bis zum dunklen Blau. Die Nase ist klein, der Mund herzförmig geformt. Die länglichen Ohren stehen deutlich vom Kopf ab.

Rassenspezifische Eigenheiten

Als besonderes Rassenmerkmal tragen sie unterschiedlich stark ausgeprägtes „Gefieder“ am Kopf, den Schultern, Oberarmen und Hüften.

Durch ihre Affinität zur Luft sind sie gegen Blitze und magische Stürme resistent, physischen Angriffen hingegen haben sie nur wenig entgegenzusetzen. Jene, die sich auf ihre Zauberkunst stützen, schaden ihren Feinden mit Windstößen sowie Blitzschlägen und schützen sich gegen Attacken durch Schilde aus Luft. Im späteren Verlauf der Geschichte lernen sie, mit speziell angefertigten Federschwingen kleinere Entfernungen durch die Luft zu gleiten und können sich auf diese Weise rasch fortbewegen.

Kampf

Im Kampf bilden Männer und Frauen eine perfekte Symbiose aus Magie und Schlagkraft und stellen sich ihren Feinden in den meisten Fällen vereint entgegen. Sie sind geschickte Kämpfer, die weniger durch rohe Kraft als durch ihre enorme Beweglichkeit punkten.

Das Luftvolk setzt vorwiegend auf leichte Speere, Wurfspieße und Blasrohre. Im Nahkampf verwenden sie Faustwaffen, hergestellt aus den Krallen riesiger Vögel oder anderer Tiere, welche sie an den Händen, teilweise auch an den Füßen befestigen. Dabei versuchen sie auf alle Fälle zu vermeiden, in die Reichweite ihrer Gegner zu gelangen.

Beide Geschlechter tragen nur leichte Bekleidung aus Leinen und Fell. Sogar im Kampf schützen sie sich ausschließlich durch etwas verstärkte Stoffrüstungen, um ihre überragende Beweglichkeit nicht einzuschränken.

Gesellschaft

Die Behausungen der Pymket hoch oben auf den Bäumen der nördlichen Klippen gleichen den Nestern von Vögeln und bestehen hauptsächlich aus Holz oder anderen pflanzlichen Materialien. Die Angehörigen des Luftvolks sind extrem trittsicher und schwindelfrei, bewegen sich mit unnachahmlicher Eleganz in den Ästen und Kronen der Bäume.

Männer und Frauen sind bei den Pymket gleichberechtigt, sie leben in Kleinfamilien und haben trotz ihrer physischen Schwäche gelernt, allein oder zusammen mit dem Partner in der Wildnis zu überleben. Wie die Frauen der Vineuto sind auch jene des Luftvolks alles andere als gebärfreudig, vier Nachkommen stellen eine Seltenheit dar, manche Familie bleibt überhaupt kinderlos. Das Bevölkerungswachstum der Bimced ist dementsprechend gering, wodurch ihnen das Leben in jeglicher Form heilig ist. Kinder werden in den ersten Lebensjahren in der Familie aufgezogen. Wie die Vineuto gründen die Pymket relativ früh öffentliche Schulen, vor allem für Kunst, Gewerbe, Magie und Kampf.

Die Mitglieder des Luftvolks sind intelligent und haben eine rasche Auffassungsgabe. Obwohl sich viele von ihnen als Jäger und Sammler durchs Leben schlagen, sind sie auch geschickte Handwerker. Nach der Zeitenwende bringen sie einige großartige Wissenschaftler hervor. Was ihnen an Kraft fehlt, machen sie durch geistige und körperliche Beweglichkeit wett, brillieren vor allem in der Feinmechanik sowie in der Kunst.

Religion

Dea genießt bei den Bimced zwar höchste Anerkennung, jedoch ist das Luftvolk nicht ausschließlich auf die Mondgöttin ausgerichtet wie die Olbuno oder Gymgomor. Sie verehren zusätzlich den Sonnengott Merro sowie den Wächter, der bei ihnen Cundome heißt, und Temior, den Grünen.

Das Siedlungsgebiet der Pymket, 1500 Jahre vor der Zeitenwende