„Die Gymgomor sind Wesen des Wassers, die in ihrem Element große Anmut, Geschicklichkeit und Kampfstärke zeigen. Sie sind ein weises und friedliebendes Volk, in dem Frauen und Mütter hohes Ansehen genießen.“
Aus dem „Buch der Völker“ des blinden Sehers Emanul, 148 Jahre vor der Zeitenwende

Die Gymgomor oder Wesen des Wassers haben die kosmische Katastrophe in den Tiefen der Seen im Herzen Home’gors überlebt. In den anfänglichen Jahren haben sie die Fähigkeit erhalten, unter Wasser zu atmen, indem sie ihm auf magische Weise den Sauerstoff entziehen. Am Land wirken die Angehörigen dieses Volkes eher unbeholfen, im Wasser hingegen entwickeln sie große Anmut und Geschicklichkeit.

Aussehen

Gymgomor sind athletisch gebaut – die Männer haben eine Größe zwischen 1,70 und 1,85 Meter, Frauen sind um etwa 10 cm kleiner. Sie haben gleichmäßig proportionierte Gestalten, wobei die männlichen Vertreter des Volkes deutlich kräftiger als die weiblichen sind, mit breiten Schultern und muskulösen Beinen. Die Frauen haben ausgeprägte weibliche Formen mit apfelförmigen Brüsten sowie runden Hüften und Schenkeln. Die Hautfarbe beider Geschlechter geht ins bläulich-türkise, wobei alle Schattierungen von hell bis dunkel möglich sind.

Die Männer sind vollkommen unbehaart, tragen stattdessen Schuppen am Kopf, die transparent schimmern. Die Frauen hingegen zeichnen sich durch dünne, glatte Haare aus, deren Farben von silbrig über türkis bis dunkelblau reichen und in den meisten Fällen kurz getragen werden. Allgemein haben die Wasserwesen ovale Gesichter mit hohen Wangenknochen und einem kurzem Kinn. Die Augen liegen weit auseinander, die Pupillen wirken durchsichtig und schimmern in den Farben des Ozeans. Nase und Mund sind von durchschnittlicher Größe, wobei die Unterlippe meist stärker ausgeprägt ist. Die Ohren sind rund und klein, liegen außerdem eng am Kopf an.

Rassenspezifische Eigenheiten

Beide Geschlechter haben silbrig glänzende Schuppen an Kopf, Nacken und Schultern sowie an den Hüften und Beinen, wobei dies bei den Männern stärker ausgeprägt ist. Durch die vielen Stunden, die sie unter Wasser verbringen, haben sie kleine Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen entwickelt.

Wegen ihrer Affinität zum Wasser sind sie gegen Frost und Kälte geschützt. Blitzschläge hingegen verkraften sie nur schwer. Die begabtesten Magier unter ihnen haben beschränkte Selbstheilfähigkeiten und sind außerdem in der Lage, Gegner kurzfristig einzufrieren oder sie mit Eissplittern zu beschießen.

Kampf

Männer und Frauen der Gymgomor sind kraftvolle Kämpfer und vor allem unter Wasser höchst gefährliche Gegner. Sie verwenden Dreizacke, Speere und Dolche, die sie aus scharfkantigen Muscheln und Korallen herstellen. Da sie den Kampf in Wassernähe bevorzugen, verzichten sie normalerweise auf Fernkampfwaffen. In seltenen Fällen tragen sie Wurfmesser oder -sterne bei sich.

Das Wasservolk trägt nur bei bedeutenden Anlässen Bekleidungen wie Umhänge oder Roben. Ihre Geschlechtsorgane sind durch Schuppen geschützt. Im Kampf schützen sie sich durch bizarre Rüstungen, die sie aus Muscheln sowie anderen Materialien des Meeres herstellen.

Gesellschaft

Beim Wasservolk steht das Matriarchat im Vordergrund. Bei nahezu allen Clans haben die Frauen die wichtigsten Positionen inne. Dea ist die alleinige Göttin, Leben, Liebe und Mutterschaft sind den Gymgomor heilig. Die Geburt eines Kindes wird zeremoniell begangen, wobei die Mütter ihren Nachwuchs unter Wasser auf die Welt bringen. Die Frauen gebären durchschnittlich vier bis acht Kinder und sind zumindest in den ersten Lebensjahren für deren Erziehung verantwortlich.

Man lebt in Familien oder in lockeren Partnerschaften. Die Männer sind die Arbeiter, Handwerker und Kämpfer, doch die wahren Geschicke eines Stammes liegen in den Händen der Frauen. In etlichen Clans sind diese so dominant, dass die Männer eine völlig untergeordnete Rolle spielen und ihnen nicht einmal das Tragen von Waffen gestattet wird. Die Lebenserwartung der Gymgomor liegt bei 70-80 Jahren, es heißt, dass die lange Zeitspanne, die sie unter dem Wasser verbringen, ihnen zwar besondere Fähigkeiten schenkt, dafür Lebenskraft entzieht.

Die Wasserwesen sind wie die Pymket ein weises und friedliebendes Volk. Anstelle des Kampfes suchen sie eher nach freundschaftlichen Lösungen, setzen auf Diplomatie und Verhandlungsgeschick. Ihren Nachbarn, egal ob humanoid oder tierisch, begegnen sie mit Achtung. Sie schließen gerne Bündnisse, anstatt zu unterwerfen. Aus diesem Grund ist ihnen die Denkweise der Vineuto ein Gräuel und sie gehen den Feurigen nach Möglichkeit aus dem Weg.

Die Gymgomor sind Bewohner der Küsten und Seen und haben ihre gesamte Lebensweise darauf ausgerichtet. Sie sind Fischer und Jäger, betreiben zudem Ackerbau und Viehzucht, wenngleich nicht im selben Umfang wie die Olbuno.

Ihre Behausungen bestehen häufig aus Schilf, Zweigen und Ästen. Sie sind zeltartig und werden grundsätzlich nahe am Wasser errichtet. Später schaffen sie es, ganze Städte an und sogar zum Teil in den Seen zu errichten.

GymgomorDas Siedlungsgebiet der Gymgomor, 1500 Jahre vor der Zeitenwende