Die Geschichte Gor’deas gliedert sich grob in drei Zeitabschnitte: die Welt vor der kosmischen Katastrophe, die Zeit des Wiederaufbaus und die Ära nach der Zeitenwende. Diese wird durch die Geburt des ersten gemeinsamen Herrschers von Home’gor eingeleitet. Alle Aufzeichnungen, die weiter als 1000 Jahre zurückliegen, sind äußerst vage und beruhen zum Teil auf Vermutungen.

Schon vor der Zeitenwende bestätigte sich, dass es vor den vier humanoiden Elementarrassen ein Volk mit einer hoch entwickelten Zivilisation auf Gor’dea gab. Viele archäologische Funde deuteten darauf hin, dass dieses Volk in Baukunst und Technik weit fortgeschritten war. Durch eine globale Katastrophe von immensem Ausmaß wurde ihre Zivilisation zerstört. Nur wenige überlebten in abgelegenen Randbereichen Home’gors. Aus diesen entwickelten sich die vier Rassen, wobei hauptsächlich die Umgebung dafür verantwortlich gewesen ist, welchem Element sich die Stämme zuwandten.

Die Olbuno oder Erdlinge fanden in den Bergen und Höhlen des Südwestens ihre Heimat, die Feurigen in den vulkan- und lavareichen Gebieten des Nordwestens. Das Luftvolk entwickelte sich in den höchstgelegenen Klippenbereichen des Nordostens, während die Gymgomor die wasserreichen Gegenden des Südostens besiedelten. Diese Entwicklung währte viele Jahrhunderte, wo die Stämme keinen Kontakt zueinander hatten. Doch die Siedlungsgebiete wuchsen und die Jäger streunten im Lauf der Zeit weiter aus. Letztendlich trafen die Völker aufeinander und stellten trotz ihres unterschiedlichen Aussehens viele Gemeinsamkeiten fest.

Das stärkste Bindeglied war die Religion, der Glaube an die Kraft des Mondes Dea. Die Ähnlichkeiten in der Sprache führten dazu, dass sich die Rassen weiter annäherten, obwohl sie lange Zeit auf ihre Eigenständigkeit großen Wert legten.

Erst die Bedrohung von außen durch die insektenartigen Kreaturen, die im Lauf der Jahrhunderte ständig größer wurde und um die Zeitenwende ein entsetzliches Ausmaß annahm, führte zur Vereinigung der Völker Home’gors unter einer gemeinsamen Führung.